In der Projektwoche des elften Jahrgangs wurde nur das Projekt „OCULAR“ von einer externen Referentin und der Lehrerin Frau Jutta Lübbehüsen angeboten.

OCULAR“ hat die Bedeutung: Our Cultur: Unterstand. Live. Act. Respect.

Frau Desirée Haas von der Uni Kiel, die derzeit ihr Masterstudium in Pädagogik absolviert, leitete den Workshop. Der Kontakt zu ihr entstand über die Leinezeitung, in der ein Artikel über das Kipaji-Projekt stand, auf den Frau Lübbehüsen aufmerksam geworden war.

Das Kipaji-Projekt sammelt Spenden für Tansania und bietet verschiedene Workshops für Schüler und Studenten an, darunter auch OCULAR. In dem Projekt arbeiten insgesamt elf junge Leute.

Es geht in diesem Projekt darum, verschiedene Kulturen kennenzulernen und selbst bestimmen zu können, was einem die eigene Kultur bedeutet und welche Werte damit verbunden sind. Hier soll die Kultur nicht als länder- oder religionsbezogene Verhaltensweisen gesehen werden, sondern vielmehr geht es um die Wahrnehmungen, Denkmuster und das Handeln jedes Einzelnen.

Für die Schüler unseres 11. Jahrgangs bedeutet Kultur folgendes:

Die Gesamtheit der geistigen, künstlerischen und wissenschaftlichen Leistung, die ein Volk und/oder eine Epoche charakterisieren.“ Quelle: Google

In der gesamten Gruppe wurde erarbeitet, welche Werte wie beispielsweise ein Bett, sauberes Wasser oder die Familie am wichtigsten sind.

Eine Diskussion erfolgte, da in jeder neuen Runde ein Wert aussortiert werden musste. Die Werte, die wichtig waren, bewahrte die Runde. Problematisch wurde es erst, als es darum ging, ob ihnen sauberes Wasser oder die Familie wichtiger sei. Doch das erschien uns wie der Vergleich zwischen Äpfel und Birnen.

Jeder sollte für sich selber anhand verschiedener kultureller Auffassungen aussuchen, was für ihn die größte Bedeutung hat und ihm am meisten zuspricht. Besonders stach da folgendes Zitat heraus, das alle Unterschiede negiert:

Kultur beginnt im Herzen jedes einzelnen.“

Um den Schülern zu verdeutlichen, dass sie sich bei dem Urteil über andere nicht auf die Religion beschränken dürfen, führte Frau Haas ein sogenanntes „Planspiel“ aus.

Es wurden Gruppen mit verschiedenen Tieren wie Wölfe, Papageien und Haien eingeteilt. Jede Gruppe hatte ein anderes Tier mit anderen Bedürfnissen, wie Arbeit, Zusammenhalt und Geld. Die Aufgabe bestand darin, eine Welt zu zeichnen, die den Werten der Tiere entsprach.

In einem weiteren Teil der Gruppenarbeit hatten jeweils zwei Schüler aus verschiedenen Gruppen nun den Auftrag, gemeinsam eine Welt zu skizzieren, in der die Bedürfnisse und Wertvorstellungen von beiden Seiten befriedigt werden. Auch diese Welt musste auf einem Blatt gemalt werden.

Das Ziel dieses Projektes war es, die Schüler zum Nachdenken über die Situation der Flüchtlinge in Deutschland anzuregen. Mithilfe des erweiterten Kulturbegriffs sollten ihnen vor allem die Gemeinsamkeiten und weniger die immer wieder benannten (kulturellen) Unterschiede zwischen den Menschen deutlich werden.

Außerdem zielte der Workshop auch auf eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Schülern.

Von Cay Senger und Alisa Lindig

 

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