Jeder hat mal einen Streit mit seinen Freunden, hat Probleme oder ist einfach traurig, das ist klar – aber was kann man dann dagegen unternehmen?

Seit einem Jahr wird ab dem siebten Jahrgang die AG „Trust and Solution“(Beratungsschüler) angeboten. Die Schüler, die sich für diese AG entscheiden, haben die Aufgabe, anderen Schülern zu helfen, sie zu trösten oder anderweitig zu unterstützen. Meistens wird den Fünft – und Sechstklässlern diese Hilfe angeboten, da sie ja noch neu auf der Schule sind und somit wahrscheinlich noch die größte Unterstützung brauchen. Bei Bedarf werden aber auch Termine an ältere Schüler vergeben.

Die AG fängt damit an, dass die Schüler von ihrer Lehrerin Frau Katrin Druzba zu richtigen Beratungsschülern ausgebildet werden. Das dauert ein Halbjahr. Nachdem dieses vorbei ist, erhalten die nun fertig ausgebildeten Beratungsschüler sogar ein Zertifikat. Während des Halbjahrs beginnen allerdings schon die Gespräche mit Schülern, die Termine gemacht haben. Wenn man die AG noch im zweiten Halbjahr wählt, lernt man aber trotzdem weiter, denn je länger man in der AG ist, desto sicherer wird man im Umgang mit verschiedensten Problemfällen.

Donnerstags in der ersten großen Pause sind die Schüler für den fünften Jahrgang da, mittwochs, ebenfalls in der ersten großen Pause, für den sechsten Jahrgang. In Zweiergruppen warten die Beratungsschüler in dem jeweiligen Differenzierungsraum des Jahrgangs und empfangen diejenigen, die ein Gespräch haben möchten.

Wenn man länger braucht als nur die zwanzig Minuten der Pause ist es kein Problem, dass die Gespräche sich bis in die Unterrichtsstunden ziehen – es gibt also keinerlei Zeitdruck!

Alles, was während der Gespräche gesagt wird, bleibt nur unter den Personen, die anwesend sind, man muss sich also keine Sorgen machen, dass etwas privates weitererzählt wird.

Zusätzlich kann man auch angeben, ob man nur mit Mädchen oder nur mit Jungen über seine Sorgen sprechen möchte.

Der Hauptgrund für die AG ist, dass es manchmal viel einfacher ist, mit einem anderen Schüler über seine Probleme zu sprechen, als mit einem Lehrer. Es fällt dann leichter, die Wahrheit zu sagen und man wird vielleicht etwas besser verstanden, wenn man mit jemandem redet, der in seinem Alter ist.

Falls man trotzdem Angst haben sollte, die Beratungsschüler persönlich anzusprechen, kann man einfach eine Mail über Iserv schreiben, an: trustandsolution@igs-garbsen.de

Jedes Gespräch, das bisher geführt wurde, hatte einen positiven Ausgang für die betroffenen Schüler!

In den Pausen kann man ebenfalls zu den Beratungsschülern gehen – dann sind sie Pausenbuddy. Das heißt, dass sie in den Pausen kurz mit einem reden (oder einen Termin für ein ausführliches Gespräch vereinbaren) oder sie einem Schüler, der sich allein fühlt, einfach Gesellschaft leisten.

Die AG ist für alle wählbar, aber im Moment gibt es nur Beratungsschüler aus dem achten Jahrgang – wenn ihr Interesse habt, anderen gerne helft und gute Problemlöser seid, könnt ihr mit der nächsten Wahl auch die AG der Beratungsschüler aussuchen. Laut den jetzigen Beratungsschülern lernt man während dieser Zeit nämlich nicht nur anderen zu helfen, manchmal kann man das Gelernte auch auf sich selber beziehen.

Man kann während der Schule jederzeit zu den Beratungsschülern gehen und einen Termin vereinbaren. Also, wenn es etwas gibt, dass euch auf dem Herzen liegt, egal was es auch ist – sprecht mit den Beratungsschülern darüber! Gemeinsam wird sich sicherlich eine Lösung finden.

 

Die Beratungsschüler wurden interviewt von Marcel, Jaqueline und Emma

 

 

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