Weiß, dreckig, langweilig – So sah man noch vor wenigen Tagen die Außenwände des Garagenhofes am Theodor-Lessing-Ring in Garbsen-Mitte.

Bunt, aufregend, kreativ – Dank den Schülern der Inklusionsklassen 604 von Herrn Zimmer und 706 von Herrn Donat und Frau Stiegemeyer, ist man nun völlig geflasht, sobald man einen Blick auf den Garagenhof wirft.

 

Gruppenfoto nach der Arbeit

 

Die Anwohner waren mit der Zeit immer unzufriedener mit dem Aussehen ihrer Garagen und somit organisierten sie das Projekt, in Kooperation mit der Stadt, der Mobilen Jugendarbeit und der IGS. Besonders setzte sich der Anwohner Herr Frank für die Organisation ein.

Klassen der IGS bewarben sich, um diesen Ort verschönern zu dürfen – mit Erfolg!

 

Eine Woche lang, vom 19. bis zum 23. September 2016, hatten die Schüler Zeit, um Kreativität zu beweisen. Mithilfe tatkräftiger Unterstützung der Graffiti Künstler Michael Pietsch (vielen bekannt als CREN) und Stefan Hoch, Illustrator der HAZ, die eigens zu diesem Projekt aus Berlin angereist sind, entwarfen die Schüler Motive zu den ausgewählten Themenbereichen Weltall, Dschungel und Unterwasser. Den beiden professionellen Graffiti-Sprayern gefällt an der Arbeit mit Kindern am Besten, dass alles so entspannt und locker zugeht, meist ist es, Michael Pietsch zu Folge, ganz anders als im Unterricht.

Nachdem die Motive feststanden, wurde zunächst der blaue Untergrund auf die rund 100qm große Fläche gesprüht.

Auf die Frage, ob ihnen das Projekt denn auch Spaß mache, antwortete Nino aus der Kerngruppe 604: „Ja, normalerweise mag ich Kunst nicht so, aber das hier mach Spaß! Wir Schüler dürfen alles selbst bestimmen.“

Doch es gibt im Umgang mit Graffiti auch einiges zu beachten: Die Sprühfarbe stinkt, deshalb müssen wir Masken tragen, denn man darf sie nicht einatmen! Wichtig sind auch die Handschuhe, denn die Farben dürfen nicht auf die Haut kommen. Wenn das Sprayen zu anstrengend wurde, konnten die Schüler sich auf dem in der Nähe liegenden Spielplatz ausruhen oder etwas essen.

Finanziert wird das ganze Projekt über die Eigentümer des Hofes selbst. Alleine das Material hat knapp 500€ gekostet.

Abgesehen von den Klassenlehrern der zwei KGs wird das Projekt von Evelyn Körting betreut, einer Mitarbeiterin der Mobilen Jugendarbeit.

Ich hätte gar nicht erwartet, dass wir so ein Projekt überhaupt schaffen!“, gibt ein weiterer Schüler zu. Aber auf die Frage, ob sie denn bei so einem Graffiti-Projekt noch einmal mitmachen würden, antworteten alle, wie aus der Pistole geschossen, mit: „Ja!“

 

Impressionen