(Foto: pixabay)

Als Augenoptiker/in ist man sowohl Techniker/in, Physiker/in und Handwerker/in, wie auch Typ- Berater/in und Kaufmann/Kauffrau. In diesem Beruf ist Vielseitigkeit gefragt und so unterschiedlich die verschiedenen Aufgaben sind, so abwechslungsreich ist die tägliche Arbeit. Präzision, Sorgfalt und die Handhabung maschineller Geräte erfordern einen scharfen Verstand.

 

Bereits in der Augenoptikerausbildung wird man viel Kundenkontakt haben, weshalb Freundlichkeit, Einfühlungsvermögen, Kontaktfreudigkeit und Geduld wünschenswert sind. Da der Kunde die Brille jeden Tag trägt, sollte man einen Sinn für Design haben, denn man muss erkennen, ob eine Brille zum Kunden passt. Man sollte sehen, ob sie mit der Gesichtsform, der Haar- und Hutfarbe, dem Kleidungsstiel und auch mit dem Beruf des Kunden harmonisiert. Den Geschmack seines Gegenübers sollte man schnell anhand seiner äußeren Erscheinung einschätzen können.

Brillen im Regal (Foto: pixabay)

Als Augenoptiker repariert man kaputte Brillen, passt Sehhilfen an und arbeitet mit Glas, Kunststoff und Metall per Hand und mit speziellen Werkzeugen. Oft arbeitet man auch mit Kleinteilen, die man geschickt zusammensetzen muss.

Für die Ausbildung zu diesem Beruf ist ein Realschulabschluss ausreichend. 

Die Augenoptikerausbildung ist dual und hat eine Dauer von drei Jahren, kann jedoch bei einem bestandenen Abitur oder einer bereits abgeschlossen Berufsausbildung verkürzt werden.  Die Ausbildung endet mit einer Gesellenprüfung. Die Ausbildung beginnt normalerweise nach den Sommerferien am ersten August oder dem ersten September. Zu Beginn der Ausbildung gibt es eine Probezeit von bis zu vier Monaten, in der man ohne Begründung die Ausbildung abbrechen kann. Sie ist dazu da, um herauszufinden, ob die Ausbildung wirklich etwas für einen ist. Die Ausbildungsvergütung liegt im ersten Jahr zwischen 420 und 600€ und im dritten Jahr bei 630€ bis 850€.

Nach einer bestandenen Abschlussprüfung kann man den Meister machen. Als Augenoptiker-Meister kann man einen eigenen Laden eröffnen, selber ausbilden oder ohne Abitur studieren. Ein mögliches Studium wäre die Optometrie (Lehre von der Messung und Bewertung der Seefunktionen).

 

  Gerät zur Messung und Bewertung von Seefunktionen (Foto: pixabay)

Wenn man ein Praktikum bei einem Optiker machen möchte, könnte es hilfreich sein, persönliche Kontakte zu nutzen, da nur wenige Augenoptiker Praktikanten nehmen, zudem wäre ein Praktikumsplatz mit einer Werkstatt wünschenswert, da die Arbeit in der Werkstatt (Reparatur etc.) einen großer Teil des Augenoptikerberufs ausmacht.

 

JSN Megazine template designed by JoomlaShine.com