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Dialyse: lebensnotwendige Reinigung des Blutes im Fall von Nierenversagen

 

Mein zweiwöchiges Praktikum habe ich bei dem Medizinischem Versorgungszentrum DialysePraxis Garbsen absolviert. Ich musste um 8 Uhr anfangen und habe im Verlaufe des Tages die dazu gehörigen Maschinen mit den Sachen für den richtigen Patienten auf- und abgerüstet. Außerdem habe ich für jeden einzelnen Patienten nach seinen Bedürfnissen ein Bett bezogen und später wieder  abgezogen. Man muss dazu sagen, dass jeder Patient sein eigenes Kästchen mit dem System, Kochsalzbeutel, Kochsalzleitung und den Nadeln, genauso wie sein eigenes Bettbezugzeug (z.B ein oder zwei Kissen, dadür aber keine Decke) etc. bekommt. Außerdem muss man, wenn die Nadeln rausgezogen werden, auf die Einstichstelle drücken, da die Nadel in eine Aterie eingeführt wurde, was zur Folge hat , dass das Blut sehr schnell rausspritzt. Ich musste auch Blutproben zum Labor bringen und Laborwerte zurück zur Einheit bringen.

Was ist eine DialysePraxis?

Die Dialyse ist eine art Reinigung des Blutes, das bei akuten und chronischen Nierenversagen eingesetzt wird. Das Blut wird durch einen Filter gepumpt und mir einer Flüssigkeit umgespült und so von Giften befreit. Dem Körper wird dabei auch überflüssiges Wasser entzogen und so das Gleichgewicht des Körpers wiederhergestellt. Man kann mit der Dialyse leider nicht alle Funktionen der Niere ersetzen. Zum Beispiel kann bei chronischem Nierenversagen ein Hormon zur Bildung des rotem Blutfarbstoffs, dem Hämogolobin, nicht gebildet werden. Dieses muss medikamentös während der Behandlung ersetzt werden. Die Dialyse ist das einzige routinemäßig eingesetze künstliche Verfahren, das die Funktion eines Organes dauerhaft ersetzen kann. Die Patienten müssen drei mal die Woche zu diesem Verfahren zur Praxis.

Welche Ausbildung braucht man?

Um Dialysefachkraft/Dialyseschwester zu werden, muss man zunächst eine Ausbildung zum Arzthelfer/Arzthelferin oder zur Krankenschwester/Krankenpfleger machen und kann erst im Anschluss eine Weiterbildung zur Dialysefachkraft/Dialyseschwester belegen. In einer Weiterbildung zur Dialysefachkraft/Dialyseschwester werden die Grundlagen der Krankheitslehre vermittelt und man lernt, die Nierenersatz-Therapie vorzubereiten sowie Gefäß- und Peritonealdialysezugänge zu legen. Auch wird auf die Themen Hygiene, Wasseraufbereitung, Notfälle und Pflege näher eingegangen. Darüber hinaus nimmt das Thema psychosoziale Betreuung durch das Dialyse-Team einen wichtigen Stellenwert in einer Weiterbildung zur Dialysefachkraft/Dialyseschwester ein. Warum pyschosoziale Betreuung? Da ein Nierenversagen und somit ein zusammenbrechen der notwenidgen Entgiftungsfunktionen vorliegt. Außerdem erlernet man in einer Weiterbildung zur Dialysefachkraft/Dialyseschwester alles rund um die Bereiche Qualitätssicherung, Organisation, Verwaltung, Dokumentation, Recht und Datenschutz. In einem Lehrgang zur Dialysefachkraft/Dialyseschwester finden theoretische und praktische Unterrichtseinheiten statt. Auch ein Praktikum muss in vielen Fällen absolviert werden, um diese Weiterbildung abschließen zu können.

 

Diese Praktikumsstelle empfele ich weiter, da es Spaß macht und durchaus lehrreich war, vorallem wenn man etwas in Richtung Gesundheitspfleger/Krankenpfleger machen möchte. Die einzige wichtige Vorraussetzung, die man haben muss, ist, dass man Blut sehen können muss und mit viel Motivation auf die Menschen zugehen sollte.

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