Amnesty International wurde von Peter Benenson gegründet. Im November 1960 hat er von zwei portugiesischen Studenten  erfahren, die inhaftiert wurden, da sie in der Öffentlichkeit eines unter der Diktatur geführten Landes auf die Freiheit angestoßen haben. Benenson will etwas für die Menschen tun, die Unrecht leiden und verfasst einen Artikel für die Zeitung „The Observer“,  der am 28. Mai 1961 mit dem Titel „The Forgotten Prisoners“ veröffentlicht wird. In diesem Artikel fordert er die Menschen auf, mit Apell-Schreiben Druck auf die Regierung auszuüben und die Freilassung politischer Gefangener zu fordern. Als sich tausende Menschen melden, die Interesse haben, wird eine Kampagne gegründet, die für ein Jahr bestehen soll. Im Juli 1961 wird jedoch bestimmt, dass aus der Kampagne eine feste Organisation wird.

Bereits zwei Monate nach der Gründung durch Benenson nahm die deutsche Sektion ihre Arbeit auf. Zu ihren Gründer/-innen zählen die Autorin Carola Stern und der Journalist Gerd Ruge. Aus der Aktion von Peter Benenson ist heute eine internationale Organisation geworden, in der sich  inzwischen über 2,2 Millionen Menschen in mehr als 150 Ländern für die Menschenrechte engagieren.

Im Jahr 1977 wird Amnesty International der Friedensnobelpreis verliehen, weil für die Grundlagen von Freiheit, Gerechtigkeit und den Frieden der Welt gearbeitet wird. Durch den Friedensnobelpreis wird Amnesty International als glaubwürdige Bewegung anerkannt und die Mitgliederzahlen steigen stark aufgrund des großen Interesses der Medien und des Erfolges der Organisation.

Auch zur Zeit der DDR war Amnesty International aktiv. Viele Menschen wurden inhaftiert, da sie gegen das Führungssystem waren und dies öffentlich durch ihr Verhalten deutlich gemacht haben. Die Folgen waren Monate und Jahre der Inhaftierung und Folter. Menschen litten unter Mangelernährung und Krankheit. Wolfgang Welsch wurde sogar mehrere Male inhaftiert und er wurde wiederholt von Amnesty International befreit, da er es geschafft hat, einen Hilferuf an die Öffentlichkeit zu bringen. Ihm wurde durch die Organisation das Leben gerettet.

Menschenrechte sind ein Thema auf der ganzen Welt. 2008 wurde von Amnesty International die Aktion „Gold für Menschenrechte“ gestartet, da China die Zusage der Ausrichtung der Olympischen Spiele nur bekommen hat, weil die chinesische Regierung zusicherte, sich für die die Verbesserung der Menschenrechte einzusetzen. Die Aktion sollte die Regierung daran erinnern, dass die Welt darauf wartet, dass sie ihr Versprechen einlösen. Das Ziel der Aktion wurde nicht in dem Maß erreicht, wie es eigentlich erwartet wurde, aber zumindest sind die Zahlen der Todesurteile gesunken.  

 

Marion Weißgerber

 

 

 

 

 

JSN Megazine template designed by JoomlaShine.com