(Bilder: fotoliia)

 

Welche existierende Spezies kann von sich behaupten, über fünfzig Millionen Jahre unverändert überlebt zu haben? Richtig geraten: Fledermäuse. Diese kleinen drolligen Tiere sind unglaublich anpassungsfähig und ihre Anatomie ist schon optimal. Auch wenn man es vielleicht nicht denken mag, sind die Fledermäuse sehr intelligent. Am meisten hatte mich überrascht, dass eine verletzte Fledermaus, die ausgewildert wurde, noch Monate später wusste, wo sie Hilfe bekommen konnte. Wer die Hilfe gibt und noch andere Fakten, die ihr wahrscheinlich noch nicht wusstet, werden im Folgenden erläutert.

·        Fledermäuse sollten ein Drittel ihres Körpergewichtes essen. Wenn man sich nur von Insekten ernährt, braucht man schon etwas mehr und vor allem, wenn man einen Großteil der Nacht dafür flattern muss, denn …

·        Fledermäuse fressen an die Tausend Insekten in einer Nacht. Das ist nicht nur wichtig für unser Ökosystem, sondern auch für uns, weil jedes gefressene Insekt, darunter natürlich auch die allseits beliebten Mücken, nicht mehr in unseren Schlafzimmern landen kann.

·        Durch ihre Intelligenz können sie Stimmen differenzieren.

·        Des Weiteren können sich Fledermäuse über lange Zeit Dinge wie Orte merken.

·        Es gibt nur 3 Arten von Fledermäusen, welche Blut trinken. Diese Vampirfledermäuse sind in Südamerika beheimatet.

·        Fledermäuse sind soziale Tiere, sie trauern bspw. um verstorbene Tiere, was sich durch wenig essen oder ein sehr lethargisches Verhalten äußert.

·        Fledermäuse sind sehr reinliche Tiere.

·        Funfacts:

o   Innerhalb der letzten 40 Jahre gab es nur 4 bestätigte Fälle, in welchen Tollwut durch eine Fledermaus übertragen wurde.

o   Vampirfledermäuse füttern schwächere Tiere und leisten Geburtshilfe.

o   Windräder ziehen vor allem weibliche Tiere an. Es sterben aber auch im Allgemeinen sehr viele Tiere daran, da diese in die Rotorblätter gesogen werden.

o   Einige Fledermäuse passen in eine Streichholzschachtel.

o   Fledermäuse sind näher mit dem Menschen als mit Mäusen verwandt.

 

 

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Quiz: Draculas Erben – Bis(s)t du ein Fledermausexperte?
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Ja, es klingt wahrscheinlich durch, dass es den Fledermäusen momentan nicht allzu gut geht, sie stehen auf der Roten Liste. Die Rote Liste ist, ich denke aber es erschließt sich schon von selbst, eine Liste auf der alle bedrohten Tier- und Pflanzenarten stehen. Fledermäuse sind zwar sehr anpassungsfähig und haben durch ihre Intelligenz sehr lange überlebt, aber ihre Lebensumstände verschlechtern sich durch uns Menschen immer mehr und es sieht schlecht für die wackeren kleinen Kerle aus.Ich hoffe euer Interesse an Fledermäusen ist nun geweckt, denn es sind wirklich besondere Tiere. Doch obwohl sie schon über 50 Millionen Jahre alt sind, hat es der Mensch geschafft, dass sie nun vom Aussterben bedroht sind. Wie schon in den Funfacts erwähnt, sterben viele Fledermäuse durch Windräder. Somit ist der Begriff „Funfacts“ in diesen Zusammenhang eigentlich ganz und gar nicht witzig. Auch wenn Fledermäuse einen schlechten Ruf haben, sind es wirklich interessante und wichtige Tiere. Deshalb ist es meiner Meinung nach sehr schade, dass wir ihre Nahrung mit Pestiziden vergiften, ihre Unterschlüpfe durch Umbau oder dem Fällen dieser zerstören und ihre Lebensbedingungen immer mehr verschlechtern.

 

Doch es gibt Hoffnung. Das klingt sehr dramatisch, ist allerdings so. Es gibt ambitionierte Menschen, die sich für die Fledermäuse einsetzen. Der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) bzw. ein Teil davon beschäftigt sich ausführlich mit ihnen und die Mitarbeiter sind quasi ihre Schutzengel. Wenn eine verletzte Fledermaus gefunden wird, dann kann man sie zu ihnen bringen, damit sie sie gesund pflegen. Neben Flugtraining, Fütterung und anschließender Auswilderung leisten sie auch Aufklärungsarbeit, denn oft werden Fledermäuse nicht wissentlich vertrieben, sondern durch eine gute Portion Unwissenheit. Werden zum Beispiel Bäume gefällt, wusste man vorher nicht immer, dass dort Fledermäuse hausten. Eigentlich darf man die Bäume dann auch nicht fällen. Der BUND hilft mit Aufklärungsarbeit und Beratung, um derartigen Dingen vorzubeugen. Ihnen ist der Schutz der Fledermäuse sehr wichtig. Deshalb und weil ich sie selbst faszinierend finde, soll kurz erklärt werden, wie man ihnen helfen kann:

·        Durch richtig angebrachte Kästen kann man den Fledermäusen einen Unterschlupf bieten.

·        Durch das Pflanzen von bestimmten Insekten anziehenden Pflanzen kann man ihnen die Nahrungssuche erleichtern.

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Hier geht es zum BUND.

Natürlich kann man auch verletzten Fledermäusen helfen, indem man sie zum BUND bringt.

Auf die Frage hin, was geschähe, wenn es die Arbeit des BUND nicht gäbe, sagte eine Mitarbeiterin, dass wohl ein Großteil der Tiere sterben würde.

Dem BUND kann man natürlich helfen, indem man sich ihnen anschließt oder selbst etwas Präventionsarbeit leistet, wenn man allerdings noch mehr über Fledermäuse wissen möchte, dann kann man die Website des BUND besuchen oder auch beim BUND anfragen, ob man mitmachen kann.

 

Gastbeitrag: Henry Schwieter (Profil)

Eine Kooperation der Profil (WvS Bad Harzburg) und Flash (IGS Garbsen, Tim Grahn) im Rahmen des Workshops „Schülerreporter 2.0“

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